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AUFGEWACHT - UMGEDACHT

  • Autorenbild: DANIELA FAAS
    DANIELA FAAS
  • vor 4 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 10 Minuten

ES IST ZEIT, UM-ZU-DENKEN!


 

von DANIELA FAAS.


Wir sehen es alle und wir schütteln mit dem Kopf. Wir hören die Medien, schauen in den Flimmerkasten und holen uns Informationen aus den Multiversen des Internets. Die meisten von uns spielen nicht aktiv mit, wir alle sind nicht die Akteure auf der Weltbühne. Wir sind die Zuschauer und Konsumenten, die vieles, was sie angeboten bekommen, kaufen, verzehren und vor allem glauben. Wir denken, wir brauchen es. Wenn nicht zum Überleben, dann aber zur Erfüllung.

 

Wir kompensieren unsere Machtlosigkeit, unsere innere Leere, den Glauben, den wir auferlegt bekommen haben. Denn, uns wurde eingetrichtert, dass wir es benötigen. Über Jahrtausende lang hat man Menschen kleingehalten, versklavt und gedemütigt. Man hat Kriege geführt, Geldsysteme erschaffen und Gesetze kreiert, die es ermöglichten, Menschen ihrer Freiheit zu berauben.

 

Aber das Schlimmste, was für mich in der Geschichte der Menschheit passiert ist, ist, dass uns sukzessive unser Wert genommen wurde. Nicht unser finanzieller, materieller Wert, nein, sondern unser Selbstwert. Einer der größten Mängel in der heutigen Gesellschaft ist bei den meisten von uns, dass wir uns nicht genug fühlen. Wir sind nicht gut genug, hübsch genug, schlau genug und schon gar nicht liebenswert genug. Wir reichen nicht aus! Wir urteilen, bewerten und zensieren alles und jeden, den wir durch unsere Augenlinsen wahrnehmen können. Aber vor allem verurteilen wir (ohne es zu merken!) uns zuallererst selbst.

 

Das soll das Resultat unserer geschichtlichen Vergangenheit sein? Ich behaupte: Ja! Vor allem aber betrifft es unser Heute – das Hier und Jetzt. Es betrifft uns jetzt und immer noch. Nur heute ist die moderne Art der Versklavung das Leben im Hamsterrad! Wir arbeiten, um Geld zu verdienen, verdienen Geld, um unsere Rechnungen zu bezahlen, zahlen Rechnungen, um zu überleben – und überleben, um weiterzuarbeiten. Und so drehen wir uns immer weiter im Kreis, gefangen in einem System, das uns auslaugt, anstatt uns wirklich leben zu lassen. Von Freiheit keine Spur mehr! Schöne Momente werden zu Besonderheiten, die aufs Wochenende oder in den Urlaub verlegt werden. Unsere Leben ziehen an uns vorbei und bevor wir es merken, sehen wir die Radieschen von unten. Auf dem Totenbett fällt uns vorher aber noch auf, dass wir unser Leben mehr hätten leben sollen, mehr Zeit mit Freunden und Familie verbringen und uns weniger um die Anhäufung von materiellen Werten kümmern sollen.

 

Kennst du den Spruch „Die Welt durch die Augen eines Kindes zu betrachten“? Das machen wir Erwachsenen so gerne, denn diese Sicht ist eine andere. Sie ist unverschleiert, klar, mit Blick fürs Detail und die Schönheit – genauso wie Babys und Kleinkinder nun mal sind: unbeschwert! Sie erfahren und sie nehmen wahr, sie sind ganz bei sich. Sie kennen weder die brutale Vergangenheit noch eine beängstigende Zukunft, sie haben nichts Schlimmes erlebt und haben noch Vertrauen – in die Menschen und ins Leben.

 

Neben all dem, was ich bislang aufgeführt habe, habe ich dir einen sehr wichtigen Aspekt vorenthalten. Denn über Jahrtausende hinweg wurde uns Menschen anerzogen, unser selbstständiges Denken zu verlieren!

 

Auch heute noch wird die „post“moderne Gesellschaft blöd gehalten, indem ihr alles nur noch fertig vorgesetzt wird. Ob es das Essen, die Informationen oder die politische Lage betrifft. Voilà … fertig zum Konsum. Wir müssen nichts mehr machen, nur noch einverleiben und hinnehmen.

 

Ist euch schon einmal aufgefallen, was es bedeutet, alles verzehrfertig serviert zu bekommen? Angereichert mit Zucker, E-Stoffen und bestens konserviert, damit auch gar kein letztes Vitamin am Leben bleibt. Was passiert, wenn wir nicht mehr selbst kochen und überlegen brauchen, was unseren Körpern guttut? Unsere Körper werden krank.

Was passiert, wenn wir alle Informationen nur im Fernsehen und Internet konsumierfertig zu uns nehmen? Wir verblöden, weil wir ungefiltert aufnehmen und immer weniger differenzieren. Unsere Psyche wird krank.

Und was passiert, wenn wir die politische Weltbühne verfolgen und zusehen, wie ein paar Verrückte die Ordnung einer ganzen Welt durcheinanderbringen? Wir fühlen uns machtlos. Absolut machtlos.

 

Was passiert erst mit all den zuvor genannten unbeschwerten Babys und Kleinkindern, wenn sie in ein Schulsystem geraten, das über 70 Jahre nicht mehr grundlegend reformiert wurde und in dem das System im Kern gleichgeblieben ist? Wir lernen, in festen Strukturen zu denken und uns zu vergleichen sowie anzupassen. Wir lernen aber nicht, unser Potenzial bewusst abzurufen und vollends auszuschöpfen.

 

Wir alle leben ein Leben, in welchem wir aus einer Kindheit kommen, in der wir gelernt haben, so zu denken und zu glauben, wie es unsere Eltern und Großeltern einst taten. Konditionierungen, begrenzte Überzeugungen und unterbewusste Programmierungen ziehen sich noch immer durch unser Erwachsenenleben wie ein roter Faden.

 

Was passiert nun mit uns, wenn 95 % unserer Prozesse im Innen unbewusst ablaufen, wir sie aber nicht wahrnehmen können? Wir werden unglücklich, unzufrieden und in vielen Fällen physisch, weil psychisch, krank. Da wir glaubten, dass das, was uns über Jahrtausend aufgesagt, vorhergesagt und aufgetan wurde – von wem auch immer –, im schlimmsten Falle das Überleben sichern und im besten Falle in die Glückseligkeit führen würde.

 

Die 5 % Bewusstsein, die die meisten von uns nur wahrnehmen und abrufen können, sind lediglich die sichtbare Spitze eines Eisbergs, der unterhalb der Wasserkante ein unerschöpftes, mächtiges Potenzial verbirgt. Unser Gehirn ist nicht nur ein gigantischer Speicher für Erinnerungen, Erfahrungen und tiefstes Wissen, sondern auch ein riesiges, ungenutztes Kreativ- und Intuitions-Zentrum.

 

Mit der Kleinhaltung und Versklavung hat man eines bewirkt, nämlich uns in der Unbewusstheit gelassen. Jahrtausendelang haben wir geglaubt, dass alles, was wir wahrnehmen, alles ist, was es gibt. Die Wissenschaft hat es vorgemacht. Wir glauben nur, was wir sehen und was auch wissenschaftlich bewiesen ist. Wir wurden gefügig und folgsam gemacht, unser Verstand hat das Kommando übernommen. Denke nicht größer als du bist – mit solchen Glaubenssätzen werden wir bis heute in Schach gehalten.

 

Die gute Nachricht an all der Tragik ist, dass alles bereits in uns vorhanden ist, was wir zur Entfaltung unseres wahren Selbst benötigen … unser Potenzial! Es ist da und wartet darauf, von uns entdeckt und freigesetzt zu werden.

 

Also aufgepasst und umgedacht: Wir sollten anfangen, uns unserer Gedanken klar zu werden, nicht mehr allem Glauben zu schenken, zu filtern, zu sortieren, zu beleuchten und zu spüren, ob es sich für uns stimmig anfühlt. Wir dürfen wieder mehr zu uns kommen, uns vertrauen, auf unser Herz und unsere Intuition – unser Innerstes – hören. Denn wahre Authentizität ist, zu wissen, wer du bist und danach zu leben.

 

Wir übernehmen jetzt also wieder die Kontrolle über unsere Gedanken. Bei der Bewusstwerdung geht es darum, diese aufzufinden und anzuschauen – urteilslos und bewertungsfrei. Denn das, was wir in uns vorfinden werden, wird uns erschüttern. Ein sehr großer Teil besteht aus selbstwertmindernden Glaubenssätzen, uns fertigmachenden Überzeugungen und einschränkenden Worten. In uns stecken nicht nur unsere festgefahrenen Überzeugungen, sondern auch die unserer Ahnen und aller Menschen, die in unserem Leben Eindruck hinterließen. Um das alles aufzufinden, sichtbar zu machen und zu transformieren, bedarf es Aufmerksamkeit, Zeit und sehr viel Akzeptanz. Selbstverständnis und Selbstliebe sind hier von großer Bedeutung.

 

Das alles ist ein Prozess. Ein lebenslanger Prozess, denn wir lernen nie aus! Es ist der Weg und nicht das Ziel! Mit der Zeit werden wir besser im Wahrnehmen unserer Gedanken, im Erkennen alter Muster und im Ersetzen dieser mit angemesseneren, bestenfalls positiveren und optimistischeren, Gedanken.

 

Einhergehend mit alldem wird sein, dass in uns ein Frieden einkehrt. Es ist die Ruhe nach einem Sturm, der jahrhundertelang in unseren Köpfen wütete. Wir erkennen nun, dass alles, was wir brauchen, in uns steckt und wir es uns selbst geben können. Wir benötigen keine Fremdeinwirkung in Form von Stimulation und Kompensation im Außen mehr, weil wir uns selbst genug sind.

 

Also nutzen wir den Funken dieser Erkenntnis, denn er kann wahrlich ein kleiner Bewusstseinssprung sein. Manchmal verändert sich dein Denken für einen Moment, oftmals auch für immer!

 

Es ist Zeit, um-zu-denken!

 

IN LIEBE

DANIELA

 



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